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Straßenwahlkampf in Deutschland

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Straßenwahlkampf, das ist eine Art offener Stammtisch für die Demokratie. Soziale Medien hin oder her: Auch heute kommt keine Wahlkampagne ohne den rauen Charme des öffentlichem Raums aus: Plakate an Laternenpfählen, Infostände in der Einkaufsmeile, bunte Flyer und Aktionen.

Es wird diskutiert, gestritten, argumentiert, geworben – und das mit ungeheurem Einsatz vieler Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Sie verbringen ihr freies Wochenende an einem zugigen Infostand, verteilen Blumen, verkaufen Eis und kleben Plakate.

Ein Blick hinter die Kulissen des Straßenwahlkampfs in Bayern und Berlin.

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Dieser Tag im Straßenwahlkampf beginnt am Abend zuvor. Denn zu jedem Wahlkampf gehören Plakate: am Straßenrand, auf dem Marktplatz, bei Infoständen. Scheinbar über Nacht tauchen sie auf und zeigen: Bald ist wieder Bundestagswahl! 

Was man nicht sieht: Hinter jedem Plakat steckt jede Menge Arbeit. An einem Dienstag nach Feierabend treffen sich die CSU-Mitglieder des Ortsverbands Vaterstetten auf einem Bauernhof, etwa eine halbe Autostunde von München entfernt. Hier liegen schon die frisch gedruckten Wahlplakate bereit. Vom Holzaufsteller übers Kleistern bis zur Montage – hier in Vaterstetten machen sie alles selbst.

Über Plakate und Personen: die CSU und ihre Wahlkampfhelfer.

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Rekordverdächtig! In anderthalb Stunden kleisterten die CSU-Mitglieder in Vaterstetten 70 Plakate. Auf zehn davon ist Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sehen. Aber am häufigsten – und am liebsten – plakatierten sie ihren Direktkandidaten Andreas Lenz.

Wenn die kleisternassen Plakate getrocknet sind, kommen sie raus auf die Straße. Ebenfalls rekordverdächtig: In einer halben Stunde stellen zwei Helfer in einem ganzen Ortsteil 15 Plakate auf. Macht zwei Minuten pro Plakat, inklusive Anfahrt und Montage.

Der Wahlkampf kann beginnen!




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„Ich bin kein Kommunist“, sagt ein Passant, als Walter Schoofs ihm die Parteizeitung der Linken anbietet. „Ich auch nicht“, erwidert Walter Schoofs und lacht. Wie reagiert man am besten in solchen Situationen? „Einfach freundlich sein. Ich akzeptiere die Meinung der anderen Leute, will sie aber trotzdem natürlich von meiner Meinung überzeugen.“ Walter Schoofs ist Linker mit Humor. 

Und politisch aktiv, seit er denken kann. Früher in der Gewerkschaft, seit ihrer Gründung bei der Linken. In diesem Wahlkampf ist er bei jedem Infostand im Münchener Süden dabei – das ist ihm am liebsten: Funktionen und Ämter interessieren ihn mit 72 Jahren nicht mehr, „ich mach’ gerne Wahlkampf und rede mit den Leut’“.






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Ein erfolgreicher Tag im Wahlkampf ist für Walter Schoofs nicht unbedingt ein Tag, an dem er neue Mitglieder für die Linke gewinnt. Ihn freut es, wenn er sich mit den Bürgern über ihre Anliegen austauschen konnte. „Bei schönem Wetter macht das natürlich mehr Spaß“, sagt Walter Schoofs. Dann nehmen sich die Passanten gerne mal Zeit für ein Gespräch.

Heute haben die Wahlkampfhelfer mit dem Wetter nicht so viel Glück. Es beginnt zu regnen, die Zeitungen werden nass und der Wind weht die Broschüren vom Tisch. Heute machen sie deshalb früher Schluss – bis zum Wahltag sind noch viele weitere Infostände geplant. 

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Die AfD betreibt an diesem Samstagvormittag Wahlkampf im Berliner Nordosten, in Buch. Wichtig ist ihren Wahlkämpfern vor allem ein Thema: die Begrenzung von Einwanderung.

Nicht viele Menschen kommen an diesem kühlen und windigen Vormittag am Stand vorbei. Aber der abgelegene Wahlkampf-Ort ist bewusst gewählt.

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Die Rosen, die die AfD verteilt hat, haben einige Passanten zum Lächeln gebracht. Doch ansonsten kommen vor allem frustrierte, wütende oder besorgte Menschen an den AfD-Stand, um sich über die Fehler der „Altparteien“ zu verständigen. Wer hier stehen bleibt, um zu diskutieren, bleibt meistens länger. 


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Die FDP will in diesem Wahlgang alles anders machen: „Denken wir neu“, lautet der Slogan. Nachdem die Freien Demokraten im Jahr 2013 nicht in den Bundestag kamen, wollen sie nun ein neues Image aufbauen.

Die Jungen Liberalen, die Jugendorganisation der FDP, setzt an diesem Nachmittag auf dem Alexanderplatz auf ungewöhnliche Aktionen. Um die Passanten für den Datenschutz zu sensibilisieren, ein wichtiges Anliegen der FDP, werden manche sogar zu Spionen.




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Das Wahlkampfteam der Jungen Liberalen will vieles anders machen und trumpft mit ungewöhnlichen Aktionen. Doch natürlich verzichten auch sie nicht auf die klassischen Straßenstände mit Flyern und Infomaterialien.

Der Einsatz von Zoé von Finck und allen anderen Wahlkampfhelfern der FDP hat sich möglicherweise schon gelohnt: Laut aktueller Umfragen könnten die Freien Demokraten im September wieder in den Bundestag einziehen.

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Der Wahlkampf ist noch nicht in seiner ganz heißen Phase – aber die Temperaturen sind hoch, an diesem Sommertag in Berlin. Die SPD im Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich deshalb etwas Besonderes ausgedacht: Eis für alle! Mit einem Eisfahrrad fährt sie durch den Bezirk.

Vanille oder Sahne? „Sahne, natürlich“, sagt eine Passantin. „Beim Wahlkampf mit Eis kann man Leute leichter in ein Gespräch verwickeln, das finde ich gut“, sagt eine Wahlhelferin. Und tatsächlich: Während ihr Parteikollege einen Eisbecher über die mobile Theke reicht – mit den Worten „Wer’s einmal leckt, weiß, wie’s schmeckt“ – kommt sie mit den Passanten ins Gespräch.

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Das Wahlkampfteam der SPD ist heute bunt gemischt: Einer ist seit 25 Jahren Parteimitglied, eine erst seit sechs Wochen. Aber sie haben das gleiche Ziel: Stimmen fangen für die SPD.

Was die Passanten nun wählen? Viele sind noch unentschlossen. Aber die Aktion mit dem Eis, die kam gut an: „cool“, „sympathisch“, „bodenständig“, lautet das Urteil. 

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Für sie ist Wahlkampf wie ein Vollzeitjob: Die Mitglieder der Jungen Union, der Jugendorganisation der CDU, geben in Berlin-Spandau alles für den Kandidaten Kai Wegner – #UnserKai, wie es auf ihren T-Shirts steht. Auch an diesem Freitag haben sie sich schon um neun Uhr morgens in der Wahlkampfzentrale in Berlin-Spandau getroffen, um die Morgenlage zu besprechen.

Dann schwärmen sie aus, klopfen an jede Tür im Berliner Westen, um die Menschen von „ihrem Kai“ zu überzeugen. Am Nachmittag gehen die Mitglieder Jungen Union auf die Straße. In der Spandauer Altstadt verteilen sie Jutebeutel. Die meisten Leute sind begeistert und gehen direkt auf die Gruppe in den dunkelblauen T-Shirts zu: „Ich hätte auch gern so eine Tasche!“ Schon kurze Zeit später müssen sie Nachschub holen.

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Angekommen in der Spandauer Altstadt: Leon Hanschmann und die anderen Wahlhelfer bauen auf dem Marktplatz einen Infostand auf: ein Tisch mit blauem Sonnenschirm, ein Sitzwürfel und eine Fahne mit dem Gesicht des Spitzenkandidaten.

Noch bis acht Uhr abends werden sie hier Jutebeutel verschenken. Zehn bis zwölf Stunden am Tag für die CDU, das ist während des Wahlkampfs keine Seltenheit.

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Wenn Leander Hirschsteiner am Infostand auf Passanten zugeht, charmant, mit offenem Lächeln, dann sind diese erst mal – überrascht. Ein 18-Jähriger, der Mitglied in einer Partei ist? Das durchbreche das Bild, dass manche hätten, sagt Leander Hirschsteiner: dass Politik eine Sache ist, die nur 50-Jährige machen.

Seit anderthalb Jahren ist er Mitglied der Grünen und ihrer Jugendorganisation, der Grünen Jugend. Etwa zwei- oder dreimal im Monat ist er beim Wahlkampf in München dabei. Das sei „weniger stressig, als ich mir das vorgestellt habe“. 2017 ist – aufgrund seines Alters kann es anders ja fast nicht sein – sein erster Bundestagswahlkampf.

Von Fahrrädern und Sonnenblumen: wie die Grünen in diesem Jahr um Wählerstimmen werben.







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Alle Sonnenblumen sind verteilt. Die Grünen machen ihr Infostand-Fahrrad startklar: Sie verstauen die Broschüren, klappen den Sonnenschirm zu und lösen die Bremsen.

An diesem Tag nimmt Leander Hirschsteiner das Fahrrad mit nach Hause. In der nächsten Woche fährt er damit wieder zu einer Veranstaltung der Grünen im Münchner Osten.

Einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ein positives Bild von den Grünen und überhaupt der Politik vermitteln – wenn ihm das gelungen ist, sagt Leander Hirschsteiner, war das ein erfolgreicher Tag im grünen Wahlkampf.

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Wird der Straßenwahlkampf den Parteien – und ihren Helferinnen und Helfern – die gewünschten Ergebnisse bringen?

Das zeigt sich am 24. September. Dann wählt Deutschland eine neue Bundesregierung. Und die Plakate und Infostände verschwinden aus dem Straßenbild.

Bis zur nächsten Wahl.

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Konzept:
Jakob Rondthaler, Ute Hamm, Ula Brunner, Vanessa Klüber

Multimedia-Reporterinnen:
Vanessa Klüber, Mara Nolte

Texte, Bilder, Videos:
Vanessa Klüber, Mara Nolte, Ula Brunner, Jakob Rondthaler, Ute Hamm

Redaktion:
Ula Brunner, Ute Hamm, Jakob Rondthaler

Produktion:
redaktion.brunner

© 2017 Goethe Institut

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Etwa eine halbe Autostunde von München entfernt liegt der Zehetmayrhof. Die neuen Wahlplakate der CSU liegen schon bereit – jetzt wird hier gekleistert!

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Was klebt am besten? Wie ist das beste Mischverhältnis von Wasser und Kleister? Muss noch Holzleim in den Eimer? Den perfekten Kleister anzurühren, ist eine Wissenschaft für sich. Denn der Kleister muss nicht nur kleben, sondern die Plakate auch wetterfest machen.

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„Klar für Stabilität“, damit wirbt die CSU zusammen mit Kanzlerin Merkel. Stabilität muss auch die Plakate auszeichnen: Am besten kleben sie, wenn man sie vorher in Wasser einweicht. 

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Die Plakate kommen auf selbstgebaute Aufsteller aus Holz. Passgenau und faltenfrei werden sie in Teamarbeit aufgeklebt: Jeder Handgriff sitzt.

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Arbeit im Akkord: Die Stimmung ist zwar ausgelassen, doch die Wahlhelfer verlieren ihr Ziel nicht aus den Augen. 

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Geschafft! Statt Feierabendbier gibt es ein Foto für Facebook. Mit ihren Plakaten sind die Wahlkampfhelfer auf Du und Du: „Angie“, „Horst“ – aber am häufigsten haben sie ihren Spitzenkandidaten Andreas Lenz, „den Andi“, plakatiert.

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An einem der darauffolgenden Tage: Die Plakate sind getrocknet. Jetzt werden sie in den umliegenden Ortschaften aufgestellt, an Straßen, Schulen und Bahnhöfen – überall dort, wo viele Menschen vorbeikommen.

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Schnell sein lohnt sich, denn die besten Plätze sind auch bei den anderen Parteien beliebt. Plakate dürfen aber nicht überall angebracht werden. An Verkehrsschildern ist es zum Beispiel verboten. 

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Wo sie Plakate aufstellen, notieren sich die Wahlkampfhelfer genau. Sie überprüfen immer wieder, ob Plakate erneuert werden müssen. Und nach der Wahl sammeln sie alle Plakate wieder ein.

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Für den Bundestag kandidieren? Vielleicht irgendwann einmal. Im Moment ist Benedikt Webers Engagement ehrenamtlich: im CSU-Ortsverband in Vaterstetten und im dortigen Gemeinderat. Schon früher engagierte er sich im Sportverein und bei der Feuerwehr – „und dann wächst man halt so rein“. Dass sich viele Leute in seinem Alter zwar für Politik interessieren, sich aber nicht engagieren, findet er schade. Denn gerade vor Ort könne man so viel bewegen.

Und natürlich ist er beim Bundestagswahlkampf aktiv – hilft nicht nur beim Plakatekleistern, sondern ist auch an Infoständen dabei und wenn die CSU Hausbesuche macht. Das ist nicht nur Pflicht, sondern auch Überzeugung und „hat schon was mit Sympathie zu tun“, sagt Benedikt Weber – mit dem Bundestagskandidaten Andreas Lenz ist er befreundet.





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Zu (fast) jedem Thema hat die Linke an ihrem Infostand eine Broschüre parat – außerdem viele Kugelschreiber, Buttons, Brillenputztücher und andere kleine Sachen, mit denen sie Mut zum Wortspiel beweist: Es gibt Taschentücher „für rote Nasen“ und „Mundpropaganda“-Lollis.

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Die Wahlkampfhelfer der Linken haben am Infostand manchmal mit Vorurteilen zu kämpfen. Einige Passanten lassen sie an diesem Tag abblitzen, mit Kommentaren wie „Ich weiß, wen ich wähle – euch bestimmt nicht“. 

Mit anderen kommt Andreas Janning ins Gespräch und diskutiert mit ihnen lange über Außenpolitik, Bildung, hohe Mieten und niedrige Löhne. Einige kommen auch von selbst an den Infostand zu Ellen Keller.

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An diesem Tag ist auch Nicole Gohlke dabei – sie ist seit 2009 Abgeordnete im Bundestag. Walter Schoofs kann sich noch an ihren Gesichtsausdruck erinnern, als damals die Wahlergebnisse bekanntgegeben wurden – „erfreut, aber auch ganz überrascht“.

Nicole Gohlke kandidiert auch in diesem Jahr wieder. Die Wahlkampfhelfer sind optimistisch. Denn nicht nur Migration und Sicherheit, sondern auch „ihr“ Thema, soziale Gerechtigkeit, liegt vielen Leuten am Herzen, mit denen sie heute gesprochen haben.


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Das Wahlkampfteam um Tim Renner ist mit dem Eisfahrrad im bürgerlichen Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf unterwegs. „Hier sind die Leute weniger frustriert, sondern eher genervt. Aber einen Genervten kann man im Zweifel immer noch zum Lächeln bringen und in eine Diskussion reinziehen.“

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Passanten zum Lächeln bringen? Das geht wunderbar mit dem Eisfahrrad: auf dem Weg zu einer hübschen kleinen Parkanlage in der Stadt.

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Am Prager Platz in Berlin-Wilmersdorf blühen die Rosen in SPD-Rot. Auch hier will die Partei um die Gunst der Wähler kämpfen.

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Der Herr rechts diskutiert sehr lange mit dem Kandidaten Tim Renner. Am Ende des Gesprächs lässt er sich ein Eis geben, bleibt aber weiterhin skeptisch gegenüber der SPD.

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Verschnaufpausen gibt es an diesem Nachmittag kaum. Diese Wahlkampfhelferin ist erst seit sechs Wochen in der Partei.

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Vanille oder Sahne? Die SPD stellt potenzielle Wählerinnen und Wähler vor die Wahl. Die Idee kommt an.

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Seit ihren Anfängen haben die Grünen sich verändert, ihr Symbol ist gleich geblieben: die Sonnenblume. Sie erinnert an eines der Hauptanliegen der Grünen, den Umweltschutz. 

Sie ist überall zu sehen: als Logo auf dem Sonnenschirm, auf den Broschüren, auf dem Infostand-Fahrrad – und heute auch frisch vom Sonnenblumenfeld beim Wahlkampf mit dabei.

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Dieses Sonnenblumenfeld liegt am Rande des Riemer Parks in München: Margarete Bause, die Bundestagskandidatin für München-Ost, hat dort in diesem Jahr eine Parzelle gepachtet.

Sie und ihr Wahlkampfteam haben im Frühjahr Sonnenblumen gesät, extra als Give-away für den Wahlkampf: „ökologisch, bio, sauber, selbstgemacht“, wie sie sagt. 

Bei den Passanten kommen die Sonnenblumen gut an – übrigens auch bei den Männern!

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„Beim Wahlkampf mit Eis kann man Leute leichter in ein Gespräch verwickeln, das finde ich gut.“  

„Warum ich hier mitmache? Eigentlich hatte ich immer mit Freunden darüber geredet, dass man etwas verändern muss. Aber wir haben nur darüber geredet, das hat mich gestört.“ 

„Und was die SPD vertritt, entspricht am ehesten meinen eigenen Vorstellungen.“
 
„Flüchtlinge zum Beispiel sind ein wichtiges Thema. Hier wird viel zu wenig gemacht. Es wird viel Geld reingebuttert, aber eigentlich achtet keiner darauf, wo es genau eingesetzt wird.“


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Die AfD macht Wahlkampf am nordöstlichen Rand von Berlin, in Buch. Dort …

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… hat sie sich mit acht Mann in Stellung gebracht. „Wir werden an Wahlkampfständen attackiert, deshalb benötigen wir viele Leute“, sagt Herbert Mohr, gesundheitspolitischer Sprecher der AfD. Er kandidiert für den Bundestag.

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Die AfD betreibt klassischen Wahlkampf mit einen Wahlkampfstand und Flyern.

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Aber die Positionen sind oft radikal und provokativ. 

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Aber heute bleibt es sehr ruhig. Wenige kommen zum AfD-Stand.

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Pressesprecher Ronald Gläser ist überzeugt davon, dass Rosen – zumindest bei den Damen – immer ziehen.

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Und damit hat er nicht ganz Unrecht. Diese Dame lächelt und nimmt sich Flyer der AfD mit. 

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Viele, die zur AfD an diesem Samstag kommen, sind tief in Berlin-Buch verwurzelt. Einige sind auch frustriert und wütend, und lassen am Stand ihrem Ärger freien Lauf.

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Dann werden wir mal Beutel los.“ Am Nachmittag rührt die Junge Union auf der Straße die Werbetrommel für den Kandidaten. Wahlwerbung paart sich mit einem guten Gewissen: Das Gesicht von „unserm Kai“ ist auf Jutebeutel gedruckt.

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Ob die Taschen die Entscheidung am Wahltag beeinflussen, könne man schwer sagen. Es gebe auch Leute die kommen und sagen: „Ich werde sie zwar nicht wählen, aber den Beutel nehme ich gerne.“ 

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„Der Beutel macht auf jeden Fall gute Laune“, sagt Max Grüninger, Vorsitzender der Jungen Union in Spandau. „Die SPD hat nur Kugelschreiber …“

Max, ein Vollblut-Spandauer, ist seit 2013  Mitglied in der Jungen Union. Er würde den Berliner Außenbezirk am liebsten gar nicht verlassen. Selbst zum Feiern zieht es ihn nicht in die „hippen“ Viertel Kreuzberg oder Neukölln, geschweige denn zum Wohnen: „Unsere grüne Idylle hier ist viel schöner."


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Als Max einer Frau den Beutel reichen will, lehnt diese energisch ab. Im Vorbeigehen stößt sie ein verächtliches Scheiß-CDU“ aus. Max schüttelt den Kopf: „Sowas gibt’s halt auch, kommt aber zum Glück nicht so oft vor.“

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Natascha Böllersen ist 19 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Altenpflegerin. In ihrer Freizeit ist sie gerade nur für die CDU unterwegs: „Im Wahlkampf bin ich jeden Tag dabei, auch nach der Arbeit. Ich bin meistens das einzige Mädchen, die Jungs sind supernett und es macht mir sehr viel Spaß, mit ihnen Zeit zu verbringen.“

Karriere machen in der Politik will Natascha später nicht. „Die Junge Union reicht mir erst mal.“

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Olaf Busch (links) ist in Weißensee geboren und seit 2015 in der AfD. „Ich komme aus einer ganz normalen Arbeiterfamilie. Meine Mutter war Kellnerin, mein Vater war Gießereifacharbeiter, später Glas und Gebäudereiniger.“

„Sagen wir mal so: Meine Familie wurde zu DDR-Zeiten ziemlich gebeutelt, mit Flucht und allem drum und dran. Also wir haben das volle Programm mitgemacht. Deswegen kenne ich das System, und deswegen bin ich mit diesem Abdriften nach links überhaupt nicht einverstanden.“

„Ich will meine eigene Meinung äußern können, ohne dabei als Nazi bezeichnet zu werden.“ 

„Die Leute scheuen die Auseinandersetzung mit Argumenten. Es heißt ja nicht, dass wir immer hundertprozentig Recht haben. Aber deswegen muss man vielleicht über gewisse Dinge diskutieren.“




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Die FDP ist in Berlin derzeit vor allem als Partei bekannt, welche die Schließung des Flughafens Tegel verhindern will. Aber bei der folgenden Straßenwahlkampf-Aktion geht es mal nicht um Tegel, sondern …

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… um Datenschutz. Eine Gruppe der FDP Berlin-Mitte trifft sich hier für eine Besprechung unterm Schirm, weil es zu regnen anfängt. Als es aufhört, …


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… bewegt sich das Team über den Alexanderplatz, um „Opfer“ für ihre Straßenaktion zu finden. 


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Sie entdecken zwei Männer, die ihr Smartphone nutzen und sich dabei von der FDP- „Spionin“ beobachten lassen. Spitzenkandidatin Katharina Ziolkowski klärt die beiden danach darüber auf, dass es sich um eine Wahlkampfaktion handelte.


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Sie erklärt außerdem, wie Daten ausgespäht werden können und wie viel Daten wirtschaftlich wert sind. Nach der Belehrung kommt der angenehme Teil. 




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Die Passanten bekommen kleine Geschenke. Hier zum Beispiel eine Schutzhülle für die Kreditkarte. Sie soll verhindern, dass Kreditkarten-Daten bei der Übermittlung durch Hacker ausgelesen werden können. 

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Die Aktionen der FDP erzeugen Aufmerksamkeit bei den Medien – ob sie nun Wähler anziehen oder nicht.



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Für den Bundestag kandidieren? Vielleicht irgendwann einmal. Im Moment ist Benedikt Webers Engagement ehrenamtlich: im CSU-Ortsverband in Vaterstetten und im dortigen Gemeinderat. Schon früher engagierte er sich im Sportverein und bei der Feuerwehr – „und dann wächst man halt so rein“. Dass sich viele Leute in seinem Alter zwar für Politik interessieren, sich aber nicht engagieren, findet er schade. Denn gerade vor Ort könne man so viel bewegen.

Und natürlich ist er beim Bundestagswahlkampf aktiv – hilft nicht nur beim Plakatekleistern, sondern ist auch bei Infoständen mit dabei und wenn die CSU Hausbesuche macht. Das ist nicht nur Pflicht, sondern auch Überzeugung und „hat schon was mit Sympathie zu tun“, sagt Benedikt Weber – mit dem Bundestagskandidaten Andreas Lenz ist er befreundet.

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Kapitel 1 Einstieg

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Kapitel 2 Kleistern für die Kanzlerin

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Kapitel 3 Die Linke

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Linke3
Kapitel 4 Die AfD

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Kapitel 5 Die FDP

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Kapitel 6 Die SPD

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Besprechung
Kapitel 7 Die CDU

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Kapitel 8 Bündnis 90/Die Grünen

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Kapitel 9 Outro

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Kapitel 10 Impressum

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